Natur 

Naturheilkunde

Einige naturheilkundlichen Therapien


Hier erfahren Sie mehr über Therapien, die sich in meiner Praxis bewährt haben:

Phytotherapie

Der Begriff "Phytotherapie" leitet sich vom griechischen Wort phytos ab, was Pflanze bedeutet. Die Phytotherapie ist sicher eine der ältesten naturheilkundlichen Methoden. Alle Kulturen in beinahe allen Zeitepochen kannten sie, entwickelten sie weiter und verfeinerten sie.

Während Menschen sich in der Hauptsache auf ihre Erfahrung verlassen, handeln frei lebende Tiere nach ihrem Instinkt und suchen sich bei bestimmten Erkrankungen selbst die geeignete Heilpflanze. Zudem meiden instinktsichere, erfahrene Tiere die Pflanzen, die ihnen schaden können. Im Laufe der Domestikation ist dieses Verhalten fast gänzlich verloren gegangen.

Die Phytotherapie geht von dem Wirkstoffkomplex der ganzen Pflanze aus. Verwendung finden Wurzeln, Blüten, Grünteile, Früchte, Samen und Rinde. Die Wirksamkeit dieser Teile ist unterschiedlich und abhängig von der Jahreszeit, vom Klima, von der Tageszeit und von den Bodenverhältnissen.

Die Wirkstoffe der Pflanze wurden im Verlauf ihres Lebens und ihres Wachstums durch verschiedene Stoffwechselvorgänge gebildet und gespeichert. In der Schulmedizin werden häufig isolierte Wirkstoffe benutzt, doch hat sich herausgestellt, dass die Wirksamkeit einer Heilpflanze fast immer auf dem Zusammenwirken aller in der Pflanze vorkommenden Bestandteile beruht. Beinwell

Viele verschiedene Substanzen kommen in einer Pflanze vor, die als sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe bezeichnet werden. Einige davon wirken schwach, andere sind für Mensch und Tier hochtoxisch. Daneben existieren die Ballaststoffe, die keine direkte Arzneimittelwirkung haben, aber oft die Resorption der Heilstoffe erleichtern. Die wichtigsten Pflanzeninhaltsstoffe sind im Folgenden aufgeführt.

Beinwell

Alkaloide

Alkaloide sind sehr stark wirkende Stoffe, die besonders in Blütenpflanzen vorkommen. Ihre Wirkung kann außerordentlich hilfreich sein, aber auch gesundheitsschädlich oder sogar tödlich. Die Dosis macht es, dass ein Ding kein Gift ist, hat schon Paracelsus gesagt. Alkaloidhaltige Pflanzen sollten nur von sehr erfahrenen Therapeuten genutzt werden. Auch sollten Standardpräparate aus der Apotheke gewählt werden. Beispiele für alkaloidhaltige Pflanzen sind Bilsenkraut, Alraune, Tollkirsche, Schlafmohn und Stechapfel.

Bitterstoffe

Wie der Name vermuten lässt, haben Bitterstoffe einen bitteren Geschmack. Sie sind besonders für das Verdauungssystem sehr hilfreich. Enzian, Tausendgüldenkraut, Kalmus, Engelwurz und Wermut führen viele Bitterstoffe.

Gerbstoffe

Gerbstoffe haben die Eigenschaft, das Kollagen der Haut und Schleimhäute zu binden. Dies ist uns bekannt durch die Arbeit der Gerbereien. Gerbstoffe wirken reizmildernd, entzündungswidrig, antimikrobiell und sekretionshemmend. Aufgrund ihrer besonderen Wirkung finden Gerbstoffe auch Verwendung bei schlecht heilenden Wunden, bei Entzündungen, bei nässenden Ekzemen und bei Darmkatarrhen. Beispiele für gerbstoffhaltige Pflanzen sind Eichenrinde, Heidelbeere und Blutwurz. Auch der schwarze Tee gehört dazu.

Schleimstoffe

Der Schleim in den Pflanzen legt sich auf die gereizte Haut oder Schleimhaut und bildet einen lindernden, schützenden Film. Daher sind sie besonders angezeigt bei Entzündungen des Verdauungstraktes, bei Erkrankungen der Atemwege und in der Wundheilung. Beispiele für schleimstoffhaltige Pflanzen sind Eibisch, Lein, Isländisch Moos und Wilde Malve.

Saponine

Saponine sind in Pflanzen häufig vorkommende, wasserlösliche Glykoside. Sie regen die Drüsentätigkeit an und werden als auswurffördernde Mittel bei zähem Schleim und festsitzendem Husten eingesetzt. Auch als Diuretika (harntreibende Mittel) finden sie Anwendung. Saponine sind z.B. enthalten in Efeublättern, Süßholzwurzeln, Roßkastaniensamen, Primeln, Veilchen, Seifenkraut, Zinnkraut und Goldrute.

Ätherische Öle

Ätherische ("flüchtige") Öle haben einen starken aromatischen Geruch. Sie werden aus den Pflanzen durch Wasserdampfdestillation, Auspressen oder Extraktion mit lipophilen Lösungsmitteln gewonnen. Die Anwendung der ätherischen Öle bezeichnet man als Aromatherapie. Aufgrund ihrer fettlöslichen Eigenschaften werden die S ubstanzen leicht über Haut und Schleimhaut resorbiert. Sie wirken antientzündlich, antibakteriell, auswurffördernd, hautreizend, blähungstreibend, diuretisch und steigernd die Sekretion des Magensaftes. Da sie durch den Geruchssinn aufgenommen werden, haben sie auch Einfluss auf die Psyche und wirken je nach Art beruhigend, entspannend, krampflösend oder anregend. Beispiele für ätherische Öle sind Eukalyptus, Kamille, Lavendel, Pfefferminze, Melisse, Rosenöl und Sandelholz.

Flavonoide

Flavonoide kommen in sehr vielen Pflanzen vor. Die meisten sind gelb (flavus = gelb). Sie haben ein außerordentlich weites Wirkspektrum von entzündungswidrig über krampflösend bis antikarzinogen. Beispiele für flavonoidhaltige Pflanzen sind Kamille, Arnika, Ringelblume und Buchweizen.

Andere Inhaltsstoffe

Neben den genannten kommen noch etliche andere Inhaltsstoffe in den Pflanzen vor. Sie alle sind in ihrem Zusammenspiel wichtig für die medizinische Wirkung der Pflanze.

Pflanzenfressern kann man sehr oft die Heilkräuter im Naturzustand geben. Sie fressen sie in der Regel gern und ihr Verdauungssystem ist darauf ausgerichtet, die Pflanzen zu verdauen. Beim Fleischfresser ist es schwieriger. Oft mögen sie die Heilkräuter nicht, und zum anderen scheidet der kurze Darm viele Pflanzenteile unverdaut wieder aus.

Tee

Aufbereitungsformen

Es gibt verschiedene Aufbereitungsformen für Heilkräuter.

Droge

Unter einer Droge versteht man Pflanzen oder Pflanzenteile, die zur Haltbarmachung getrocknet ("droege") wurden und Stoffe enthalten, die medizinische Wirkungen erzielen.

Abkochung / Dekokt

Eine Abkochung erhält man, wenn man eine bestimmte Menge einer Droge in kaltes Wasser gibt und für eine bestimmte Zeit kochen lässt. Sie ist für harte Pflanzenteile wie Wurzeln und Rinde geeignet.

Tee / Infus

Der Tee ist ein Aufguss mit heißem oder kochendem Wasser.

Kalter Auszug / Mazerat

Unter einem kaltem Auszug versteht man den Auszug der Wirkstoffe einer Droge mittels einer mäßig warmen oder kalten Flüssigkeit. Nach dem Übergießen mit Flüssigkeit lässt man die Kräuter etliche Stunden ziehen. Diese Methode ist geeignet für schleimhaltige Pflanzen, da kochendes Wasser den Schleim zerstören würde.

Pulver

Pulver erhält man, wenn man eine bestimmte Menge getrockneter Kräuter sehr fein zerstößt. Es ist gut geeignet, um unter das Futter gegeben zu werden und durch die starke Zerkleinerung oft besonders wirksam.

Saft

Saft erhält man durch das Auspressen frischer Pflanzen. Frische Säfte halten sich auch im Kühlschrank nur kurze Zeit.

Tinktur

Eine Tinktur entsteht, wenn man eine bestimmte Menge getrockneter Pflanzenteile eine bestimmte Zeit mit einem organischen Lösungsmittel wie Alkohol, Äther, Wein oder Essig zusammengibt. Das Lösungsmittel wirkt als Konservierungsmittel. Bei einer Urtinktur werden frische Pflanzen verwendet.

Breiumschlag/Kataplasma

Der kalte oder warme Breiumschlag besteht aus fein geschnittener oder groß gepulverter Droge und Wasser.

Daneben gibt es natürlich noch Tabletten, Dragees, Tropfen, Salben und Cremes.

Homöopathie

Homöopathie

Die Homöopathie basiert auf drei Hauptprinzipien:

Die Ähnlichkeitsregel

Diese Regel bedeutet, dass der Patient mit dem Arzneimittel behandelt wird, welches, von einem Gesunden eingenommen, bei diesem ähnliche Symptome hervorruft. Je ähnlicher die Symptome, desto erfolgreicher die Heilung. Dazu muss die Gesamtheit aller Symptome, die die Krankheit zeigt, körperliche und psychische, in Betracht gezogen werden.

Die Homöopathie ist eine sehr individuell ausgerichtete Heilmethode, d.h. ein Heilmittel, das bei einem Patienten wirkt, muss bei einem anderen Patienten mit derselben Krankheitsdiagnose noch lange nicht helfen. Das liegt daran, dass jedes Individuum verschieden auf Krankheiten reagiert und verschiedene Formen der Beschwerden zeigt.

Die Arzneimittelprüfung

Jede Substanz, die als Heilmittel verwendet werden soll, durchläuft zunächst eine Arzneimittelprüfung am gesunden Individuum. Die Veränderungen, die bei der Einnahme beobachtet werden, werden so detailliert wie nur möglich festgehalten. Diese Symptomensammlungen werden als Arzneimittelbilder bezeichnet. Heute sind an die 3000 Mittel bekannt, die einer Arzneimittelprüfung unterzogen wurden.

Die Gabenlehre

Im Verlauf der Forschungen wurde festgestellt, dass Substanzen besser wirken, wenn sie verdünnt und geschüttelt werden. Man nennt das "potenzieren". Es stimmt zwar, dass sich ab der Potenz D 24 (1:1000.000.000.000.000.000.000.000) kein Molekül des Arzneistoffes mehr in dem Arzneimittel befindet, doch es scheint sicher, dass hohe Potenzen tiefgreifender wirken als niedrige und nur in erfahrene Hände gehören. Wie ist das zu erklären? Das Arzneimittel wirkt als Informationsträger wie z.B. auch ein Lexikon nur der Träger von Informationen ist. Die Information stammt aus der Ursubstanz, der Pflanze, dem Tier oder dem Mineral. Sie ist etwas Immaterielles und benötigt einen materiellen Träger wie Alkohol, Wasser oder Milchzucker zur Weitergabe an den Organismus.

Homöopathie und Schulmedizin

Die Schulmedizin sucht als allererstes nach einer gesicherten Diagnose. Die Behandlung erfolgt aufgrund dieser gestellten Diagnose nach dem antagonistischen Prinzip, d.h. unerwünschte, die Krankheit begleitende Körperreaktionen werden unterdrückt. Diese Therapie kann nicht immer umgangen werden, birgt aber die Gefahr von Nebenwirkungen und Arzneimittelschäden.

Es wird das Mittel gegen eine Krankheit eingesetzt, das dieser Krankheit entgegengesetzt wirkt. So gibt man z.B. bei Durchfall ein Medikament, das eine Verstopfung hervorruft. Nachteil ist, dass zwar das Symptom bekämpft wird, aber die Ursache der Krankheit nicht mit erfasst wurde. So kann es schnell passieren, dass nach Absetzen des Medikamentes das Symptom wieder da ist und vielleicht stärker als zuvor. Eine wirkliche Heilung hat nicht stattgefunden.

Die Homöopathie benötigt die klinische Diagnose auch, jedoch nur zur Eingrenzung des notwendigen Therapieverfahrens. Für die Arzneimittelwahl hat sie keine Bedeutung, denn die Wahl des Arzneimittels erfolgt nur aufgrund aller subjektiven und objektiven Symptome, die die Krankheit ausbildet. Das Symptomenbild des Patienten muss sorgfältig mit dem Symptomenbild des in Frage kommenden Arzneimittels verglichen werden. Das Ziel ist, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Es gibt praktisch keine Nebenwirkungen und keine Therapieschäden. Aber auch die Homöopathie hat ihre Grenzen. Sprechen die Selbstheilungskräfte nicht mehr an, sind sie blockiert oder überfordert, so müssen schulmedizinische Medikamente eingesetzt werden.

Einzelmittel und Komplexmittel

Nach dem homöopathischen Prinzip wählt man nach dem Arzneimittelbild grundsätzlich nur ein einziges (nur gelegentlich bis zu drei) Mittel zur Behandlung aus. Ist das gewählte Mittel das Simile, also das Mittel, dessen Arzneimittelbild zu den Symptomen des Patienten passt, so sind andere Mittel nicht nur nicht mehr nötig, sondern sie würden den Informationsaustausch zwischen Arzneimittel und Patient auch stören.

In den Komplexmitteln sind mehrere Einzelmittel ähnlicher Indikation gemischt. Auch unter ihnen befinden sich bewährte Rezepturen. Ein gut gewähltes Simile wirkt in der Regel jedoch schnell, zuverlässiger und durchgreifender.

Bachblüten

Bachblütentherapie

Begründer der Bachblütentherapie ist der englische Arzt und Bakteriologe Dr. Edward Bach (1886-1936). Nachdem Dr. Bach eine lange Zeit erfolgreich als Arzt in London gearbeitet hatte, kehrte er der Stadt den Rücken und zog sich in die Natur von Südengland und Wales zurück. Er machte sich auf die Suche nach einer einfacheren, natürlicheren Heilmethode. Intuitiv fand er nach und nach 37 heilkräftige Blüten und ein heilkräftiges Quellwasser. Mit diesen 38 Heilmitteln war er nun in der Lage, Psyche und Körper von Mensch und Tier zu beeinflussen.

Ziel der Bachblütentherapie ist es, den Patienten in seiner Gesamtheit zu erfassen mit allen Aspekten der individuellen Persönlichkeit. Die Bachblüten sollen die Seele, das Bewusstsein des Patienten mit seinem Körper in Harmonie bringen und dadurch zur Selbstheilung führen. Disharmonien und Blockaden im Gemütsbereich führen auch bei unseren Tieren zu Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten.

Die feinstoffliche Energie dringt durch die ausgewählten Blüten regulierend in das Bewusstsein des Individuums ein und löst dort Blockaden aller Art. Dabei kann es sich um Angstzustände handeln, um Unentschlossenheit und Unsicherheit, um Ungeduld, um mangelndes Interesse und Gleichgültigkeit an der Umwelt, um Einsamkeit, um Schwäche, um Entmutigung oder auch Überbegeisterung, um Überempfindlichkeit gegen äußere Reize, um Mutlosigkeit, Kummer, Verzweiflung, um Stolz und Reserviertheit oder auch um übermäßige Autorität, Zuwendung und Fürsorge für andere. Jeder Krankheit geht ein negativer Seelenzustand voraus, das harmonische Gleichgewicht zwischen Körper, Seele und Geist ist gestört.

Für Dr. Bach stellte Krankheit ein Korrektiv dar, ein Werkzeug, dessen sich die Seele bedient, um auf Fehler hinzuweisen. Die Bachblüten helfen auf sanfte Weise, die Harmonie wiederherzustellen und damit die Krankheit überflüssig zu machen. Selbst von uns Menschen den Tieren angezüchtete negative Seelenzustände sind durch die Bachblüten beeinflussbar.

Die Bachblüten werden voll erblüht in eine Schale mit Quellwasser gegeben und dem vollen Sonnenlicht ausgesetzt bis sie zu welken beginnen. Die welken Blüten werden entfernt, die Essenz aus der Schale in Flaschen gefüllt und mit Hilfe alkoholischer Lösung haltbar gemacht. Einige Pflanzen blühen jedoch so früh im Jahr, dass die Sonnenmethode nicht anwendbar ist. Hier ersetzt das Feuer die Sonne. Diese Blüten werden solange in köchelndes Wasser gelegt bis sie verwelkt sind.

Zusätzlich zu den 38 Blüten gibt es noch die Notfalltropfen, eine Mischung aus fünf verschiedenen Blüten. Sie werden bei außergewöhnlichen, belastenden Situationen eingesetzt, dabei kann es sich sowohl um einen Tierarztbesuch handeln, als auch um einen längeren Transport, eine Reise, einen Unfall, einen schmerzhaften Insektenstich, eine Beißerei, einen Halterwechsel und vieles andere mehr. Was als außergewöhnlich und belastend empfunden wird, ist von Tier zu Tier verschieden.

Die anderen Blüten werden nach sorgfältiger Befragung des Tierhalters und genauer Beobachtung des Tieres selbst ausgewählt.

Laser

Lasertherapie

Das Wort Laser ist eine Abkürzung aus dem Englischen und steht für Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation. Das bedeutet: Lichtverstärkung durch stimulierte bzw. induzierte Aussendung von Strahlung. Die drei wesentlichen Eigenschaften der Laserstrahlung sind: Monochromasie (Einfarbigkeit), Kohärenz (alle Wellen schwingen in einem einheitlichen Takt) und geringe Divergenz (Strahlen verlaufen weitgehend parallel zueinander).

Seit Ende der 60er Jahre werden Laser in der Chirurgie angewendet. In den folgenden Jahren wurde die Laseranwendung auf weitere Bereiche der Medizin ausgedehnt, zuerst auf die Akupunktur, dann auch zur Flächenbehandlung.

Die Behandlung mit dem SoftLaser hat den Vorteil, sanft, schmerzlos und aseptisch zu sein. Sie eignet sich sowohl zur Punkt- als auch zur Flächenbehandlung und ist bei akuten und chronischen Krankheitsbildern anwendbar.

Der Laser stimuliert biologische Grundfunktionen. Folgende Wirkungen treten ein:

  • Steigerung der ATP-Synthese (wichtiger energieliefernder Prozess im Organismus)
  • Anregung des zellulären Stoffwechsels
  • Vermehrung kollagener Fasern (Bindegewebe)
  • Verstärkung der Aderneubildung
  • Stimulierung der Eiweißsynthese
  • Anstieg spezifischer Enzyme (Katalysatoren, die chemische Reaktionen beschleunigen)
  • Erhöhung der Antikörperbildung (Immunsystem)
  • Vermehrung der Zellen in der Teilungsphase
  • Steigerung der Zugfestigkeit von Wunden

Anwendungsgebiete

Haut und Schleimhaut: sämtliche Formen der Hauterkrankungen; Herpes, Ekzeme, Akne
 Gewebe: Wunden, gestörte Wundheilung, Nachbehandlung von OP-Wunden, Verbrennungen, Nekrosen, Blutergüsse, Geschwüre, usw.
Nerven:  Nervenheilung bei Verletzungen, Lähmungen, Neuralgien, usw.
Knochen und Gelenke: Arthrosen, Knochenbrüche, Osteoporose, Knorpelschäden, Knorpelgenese, Verstauchungen, Verrenkungen, usw.
Wirbelsäule: HWS-BWS-LWS-Syndrom, Bandscheibenschäden, usw. Muskeln,
Sehnen u. Bänder: Verspannungen, Überlastungen, Verletzungen, usw.
Entzündungen: Alle Formen von Entzündungen und Ödemen
Schmerzen: jeglicher Art
Prophylaxe: vor Leistungsprüfungen zum Schutz vor Verletzungen
Kneipp

Wassertherapie / Wickel und Umschläge

Wir verbinden natürlich die Wassertherapie mit Pfarrer Sebastian Kneipp, mit den kneippschen Güssen und dem Wassertreten. Aber die Anwendung von Wasser, besonders kaltem Wasser, in der Heilkunde hat eine lange Tradition und geht mindestens bis in die griechische Antike zurück. Mit kaltem und warmem Wasser werden über die Haut Temperaturreize vermittelt.

Effekt der Temperaturreize ist eine Stärkung der Abwehrkräfte und eine Anregung von Kreislauf, Nerven- und Hormonsystem. Ein Kältereiz führt zu einer reflektorischen Verengung der Blutgefäße mit anschließender Mehrdurchblutung und Gefäßerweiterung. Durch die Ausschüttung bestimmter Hormone wird die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten reduziert. Der Kältereiz wirkt dazu antientzündlich und schmerzlindernd. Alle Stoffwechselvorgänge profitieren von einer regelmäßig durchgeführten Wasserbehandlung.

Gut geeignet bei Blutergüssen und Ödemen der Gelenke und Extremitäten sind auch Wechselgüsse, da sie die Durchblutung anregen.

Bei einer Verletzung, zum Beispiel eine Prellung oder Verstauchung, lässt man kaltes Wasser 15-20 Minuten aus einem Schlauch über das verletzte Gebiet fließen. Am ehesten bieten sich die Beine für die Behandlung an. Nach 24 Stunden wird die Kältebehandlung ausgesetzt. Ab jetzt versucht man, eine vermehrte Durchblutung durch hyperämisierende Salben zu erreichen, damit sich Ergüsse zurückbilden.

Eine Grundsatzregel sollte immer beherzigt werden: Niemals Kaltwasseranwendungen auf kalte Haut! Niemals kalte Güsse bei einem frierenden, übermüdeten Tier! Niemals kalte Güsse in kalten, zugigen Räumen!

Beim Wickel werden einzelne Körperteile mit einem feuchten oder nassen Leinentuch und einem trockenen Wolltuch umwickelt, dazwischen wird eventuell noch ein trockenes Leinen- oder Baumwolltuch gegeben. Das Innentuch aus Leinen ist Träger der Wirksubstanz. Tücher aus synthetischem Material sind für Wickel nicht geeignet, da sie Wärme und Feuchtigkeit stauen.

Als Wirksubstanzen eignen sich hervorragend Kräutertees, aber auch Tinkturen, Salben, Mehle und Pulver, Nahrungsmittel, Öle und frische Blätter. Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen kann den Wickel zusätzlich warm halten.

Wickel können je nach Anwendungsgebiet kalt oder heiß sein. Kalte Wickel finden besonders Anwendung bei fieberhaften Erkrankungen, lokalen Entzündungen, Eiterungen, Gelenkentzündungen, Verstauchungen und Prellungen. Heiße und warme Wickel dagegen verwendet man bei chronischen Gelenkschmerzen, bei Magen- und Darmkoliken und bei Koliken und Entzündungen im Bereich des Harn- oder Geschlechtapparates.

Ein Umschlag oder eine Kompresse bezeichnet die Auflage auf einen bestimmten Körperteil.